4. Februar 2019

Brandschutzkonzepte_

Die Erarbeitung dieses Heftes fand vor dem Hintergrund statt, dass die im Jahre 2004 veröffentlichte Richtlinie für brandschutztechnische Anforderungen an hochfeuerhemmende Bauteile in Holzbauweise in Kombination mit der Musterbauordnung 2002 der modernen Holzbauweise den Massenmarkt des mehrgeschossigen Bauens geöffnet hat. Die Broschüre dient als Orientierungshilfe für Architekten, Fachplaner ‚Brandschutz’, Bauaufsichtsbehörden und Feuerwehren. Sie zeigt, welche Möglichkeiten zum verdichteten und mehrgeschossigen Bauen mit Holz bestehen und welche Lösungen für die Erfüllung bauordnungsrechtlicher Anforderungen bzw. für die Kompensation bei Abweichungen vom Baurecht existieren.

Schallschutz im Holzbau_

Die sich fortwährend entwickelnde DIN 4109 „Schallschutz im Hochbau“ mit den darin festgelegten Mindestanforderungen, dem neuen Prognoseverfahren und dem für den Holzbau wichtigen Teil 33 „Daten für die rechnerischen Nachweise des Schallschutzes – Holz-, Leicht- und Trockenbau“ ist Anlass für die Herausgabe eines fast 200-seitigen Standardwerks zum Schallschutz im Holzbau. Ein wichtiger Bestandteil ist ein Bauteilkatalog mit schalltechnischen Kennwerten für Decken, Wände und Flachdächer in Holztafel- und Massivholzbauweise. Dafür wurden Messungen an Holzbau-Konstruktionen durchgeführt, die den Anforderungen des mehrgeschossigen Bauens entsprechen. Das Nachschlagewerk wird – wie auch die beiden voher genannten Hefte – vom Holzbau Deutschland-Institut e.V. herausgegeben. Finanziert wurde es von mehreren Holzbau-Verbänden und durch eine Förderung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.

Die beiden Veröffentlichungen können kostenfrei heruntergeladen werden unter www.informationsdienst-holz.de. Mitglieder des Informationsvereins Holz erhalten sie kostenfrei zugesendet.

14. Januar 2019

BAU 2019 in München_

Der Holzbau erfährt derzeit einen rasanten Entwicklungsschub. Neue Themen lassen neue Fragen entstehen, etwa zu den Novellierungen von Landesbau­ord­nungen, dem mehrge­schos­sigen Holzhausbau oder auch den vielfältigen Möglichkeiten des Bauens im Bestand. Da bietet die BAU für acht Verbände der Holzwirt­schaft einen guten Anlass, um gemeinsam auf dem S­tand 409 in Halle B5 an allen Messetagen vom 14.-19. Januar 2019 individuelle und firmen­neutrale Hilfestellung beim Planen und Bauen mit Holz zu geben und generell über ihre Arbeit zu informieren.

Dieser Service des INFORMATIONS­DIENST HOLZ richtet sich an alle Besucher der Messe, Baufach­leute wie Bauinteres­sen­­ten. Die Experten der Fachberatung Holzbau erwarten prinzipielle Fragen zum Gebäudeentwurf oder zum Detail in der Ausfüh­rung, zur Genehmigung, zum Brand- und Holzschutz oder zum Ingenieurholzbau. Unterstützt werden sie in München durch die aktuellsten Broschüren des INFORMA­TIONS­DIENST HOLZ. So erscheint pünktlich zur BAU die Broschüre “Flachdächer in Holzbauweise”, ein Thema, das derzeit zu den gefragtesten in der Fachberatung gehört.

8. Januar 2019

Flachdächer_

Der Siegeszug des Flachdaches ist unaufhaltbar. Man findet es bei allen Gebäudetypologien, sein Anteil im Bauwesen wird immer größer. Bald scheinen nur noch Einfamilienhäuser in Europa ein Hort des altbewährten Steildaches zu sein. Trotz dieser Entwicklung sind Flachdächer architektonisch wie technisch nicht unumstritten, gelten aber weithin als wirtschaftlich und modern – und sind leider bei Schäden im Holzbau überproportional vertreten. 

Zehn Jahre nach Erstveröffentlichung der Schrift „Flachdächer in Holzbauweise“ ist nun eine Neuauflage erschienen. In der weit verbreiteten Schrift des INFORMATIONSDIENST HOLZ wurden 2008 erstmals wichtige Erkenntnisse zu nicht belüfteten Konstruktionen beschrieben, die zum Teil in die 2012 erschienene Holzschutznorm DIN 68800-2 eingeflossen sind. Nun befasst sich ein komplett überarbeitetes Werk mit dem aktuellen Stand zum Thema, das die verschiedenen Flachdachbauarten neu ordnet und bewertet, bauphysikalische sowie baukonstruktive Planungsgrundlagen benennt und zahlreiche Konstruktionsbeispiele aufzeigt. 

Die vom Holzbau Deutschland Institut e.V. herausgegebene Broschüre wurde von Daniel Schmidt (zusammen mit Prof. Stefan Winter Autor der ersten Fassung der Schrift) und Daniel Kehl erarbeitet, zwei Autoren, die Praxiserfahrungen und wissenschaftliche Erkenntnisse in verständlicher Form auf 80 Seiten aufbereitet haben. Fachlich begleitet wurden sie von einer Arbeitsgruppe aus Sachverständigen, Planern, Holzbauern, Wissenschaftlern und Verbandsvertretern. 

Die vollständig überarbeitete Schrift „Flachdächer in Holzbauweise“ erscheint als holzbau handbuch in der Reihe 3, Teil 2, Folge 1 des INFORMATIONSDIENST HOLZ. Sie kann kostenfrei heruntergeladen werden unter www.informationsdienst-holz.de. Mitglieder des Informationsvereins Holz e.V. erhalten diese kostenfrei zugesendet.

10. Dezember 2018

Mitgliederversammlung 2018_

Es ist schon fast eine Tradition, kurz vor Weihnachten die Mitgliederversammlung des Informationsvereins Holz in Garmisch-Partenkirchen am Rande des Internationalen Holzbauforums abzuhalten. Dieses Jahr fand sie hier zum letzten Mal statt, da die mit 1.700 Teilnehmern größte Holzbau-Veranstaltung dauerhaft nach Innsbruck wechseln wird.

Vor neun Jahren wurde an diesem Ort der Informationsverein Holz gegründet. Ungewöhnlich für diese in der Holzwirtschaft einmalige Einrichtung ist ihre Mitgliederstruktur: etwa 95 Prozent sind Bauplaner und Holzbau-Unternehmer. Am Tag seiner Versammlung im Dezember 2018 zählt der Informationsverein Holz bereits 591 Mitglieder. Der Geschäftsführer Arnim Seidel präsentierte der Mitgliederversammlung die Aktivitäten der Handlungsfelder des INFORMATIONSDIENST HOLZ. 

Nach drei Jahren stand satzungsgemäß eine Neuwahl des Vorstands an. Die versammelten Mitglieder bestätigten einstimmig den 1. Vorsitzenden Xaver Haas und seinen Stellvertreter Tobias Wiegand. Neu im Vorstand ist eine vergrößerte Besetzung mit vier bekannten Vertretern der Holzwirtschaft, die für ein noch stärker operativ orientiertes Gremium stehen. Dies sind Alexander Gumpp, Holzbau-Unternehmer und Vorsitzender von proHolz Bayern, Martin Mohrmann, Architekt, Holzbau-Sachverständiger und selber langjährig für den INFORMATIONSDIENST HOLZ tätig, Johannes Niedermeyer, Geschäftsführer des Holzbau Deutschland-Instituts sowie Gerd Prause, Zimmermeister, Gründer von Prause Holzbauplanung und Vorstandsmitglied des DHV. 

30. November 2018

Bemessung von aussteifenden Deckentafeln_

Speziell zu Deckentafeln sind die Regelungen im Eurocode 5 unvollständig und für den praktischen Ingenieur unzureichend. Sie beschränken sich zum Beispiel auf Tafeln mit allseitig schubfest unterstützten Plattenrändern, was als praxisfern und zumindest in Deutschland für unüblich gehalten wird. Abhilfe schafft jetzt ein “erweitertes Schubfeldträgermodell”, das auf Prof. Martin Kessel zurückgeht. Damit ist erstmals eine Bemessung von aussteifenden Deckentafeln mit freien Plattenrändern auf der Grundlage einfacher mechanischer Zusammenhänge möglich. Für die Praxis ergibt sich daraus ein großer Vorteil: Auf eine versetzte Anordnung der Platten kann zukünftig verzichtet werden – dies erleichtert die Vorfertigung von Deckenelementen deutlich.

In der neuen Broschüre “Bemessung von aussteifenden Decken­tafeln” des INFORMATIONSDIENST HOLZ wird dieses Modell prinzipiell dargestellt. Die Autoren François Colling, Martin H. Kessel, Mike Sieder und Peer Janßen stellen darin neben den genauen Nachweisen ein vereinfachtes rechnerisches Bemessungsverfahren vor. Unter Einhaltung bestimmter konstruktiver Randbedingungen ist die Ausführung von Deckentafeln ohne rechnerischen Nachweis möglich. Die 56-seitige Broschüre wird vom Holzbau Deutschland-Institut herausgegeben und ist in der Reihe holzbau statik aktuell des INFORMATIONSDIENST HOLZ erschienen. 

15. Juli 2018

Relaunch der Website_

Wissensvermittlung ohne Internet scheint heutzutage fast unmöglich – dies gilt auch für die an Komplexität zunehmende Welt des Bauens. Die ständige Verfügbarkeit aktueller Informationen auf Desktop-Rechnern, Tablets oder Smartphones ist alltäglicher Lebensbestandteil. So hat sich auch beim INFORMATIONSDIENST HOLZ die Website zum zentralen Kommunikationsmedium entwickelt, vor allem, seit seine bekannten Veröffentlichungen nicht mehr in gedruckter Form erhältlich sind, sondern nur noch als kostenfreie Downloads. Die Besucherzahl hat sich seit dem Neustart der Website 2010 vervierfacht, die Zahl der Downloads hat sich sogar verzehnfacht.

Nach acht Jahren Wachstum war beim INFORMATIONSDIENST HOLZ die Notwendigkeit einer gestalterischen, inhaltlichen und strukturellen Überarbeitung der Webpräsenz unübersehbar. Digital-Experten zufolge werden heute stark frequentierte Websites in einem Zyklus von drei bis fünf Jahren erneuert. So unterzog die Redaktion die Website einem vollständigen Redesign, das jetzt online ist. Die Website ist nun offener und bildstärker gestaltet, dem Besucher fällt die Orientierung leichter, geplante Erweiterungen sind besser integrierbar.

Bauherren, Planer, Baufachleute und Studierende verfügen hier über 87 Broschüren – darunter die bekannten Reihen „holzbau handbuch“ und „spezial“ – sowie Merkblätter und Bücher. Jedes Jahr kommen drei bis sechs neue Titel hinzu. Neben aktuellen Veröffentlichungen finden sich Neuigkeiten und Termine aus der Welt des Holzbaus sowie 200 Dokumentationen beispielhafter Holzbau-Architektur. Ein gut recherchierter, monatlicher Newsletter ist erhältlich. Ein Nebeneffekt des digitalen Alltags: Die ausschließliche Verfügbarkeit der Publikationen als PDF-Dokument hat zu neuer Wertschätzung bedruckten Papiers geführt. Die Tatsache, dass jedes Mitglied des Informationsvereins Holz – dem Träger des INFORMATIONSDIENST HOLZ – einmal jährlich alle Veröffentlichungen gedruckt und frei Haus zugesendet bekommt, ist das Hauptmotiv für den Vereinseintritt. Näheres zur Mitgliedschaft ist auf www.informationsdienst-holz.de zu finden.

1. Juni 2018

“KVH, Duobalken, Triobalken”_

Diese erstmals 2013 von der Überwachungsgemeinschaft Konstruktionsvollholz e.V. herausgegebene Broschüre wurde vollständig überarbeitet. Anlass ist die Veröffentlichung der harmonisierten europäischen Produktnorm für keilgezinktes Vollholz DIN EN 15497, nach der keilgezinktes KVH zu fertigen und mit dem CE-Zeichen zu versehen ist. In die Broschüre wurden Hinweise zur Leistungserklärung für KVH nach DIN EN 14081-1 (ohne Keilzinkung), nach DIN EN 15497 (mit Keilzinkung) und Balkenschichtholz (nach DIN EN 14080) aufgenommen. Für die Festigkeitswerte von KVH wird auf die ebenfalls überarbeitete DIN EN 338:2016 eingegangen.

Die 52-seitige Veröffentlichung richtet sich an Architekten, Planer sowie alle Holzbe- und Verarbeiter. Ausführlich werden die aktuellen Bemessungsgrundlagen nach DIN EN 1995-1-1 (Eurocode 5-1-1) behandelt und in Rechenbeispielen bzw. Tabellen dargestellt. Ausschreibung und technische Regeln, Gütesicherung und Kennzeichnung sowie Leistungserklärungen ergänzen die technischen Regeln.

3. Mai 2018

Kostenfreie PDF-Downloads_

Die beiden Publikationen in der Reihe INFORMATIONSDIENST HOLZ spezial – “Holzschutz für konstruktive Vollholzprodukte” und “Kindergärten/Kindertagesstätten” – stehen ab sofort als kostenfreie PDF-Downloads zur Verfügung. Bisher waren sie nur kostenpflichtig als Print-Version zu beziehen. Die Schriften sind in den Jahren 2008 und 2009 publiziert worden. Trotz der seitdem eingetretenen Aktualisierungen und Änderungen bieten sie nach wie vor wertvolle Anregungen.

13. April 2018

“Baustoffe für den konstruktiven Holzbau” aktualisiert_

Zum dritten Mal nach seinem Erscheinen unterzogen die Autoren die Veröffentlichung INFORMATIONSDIENST HOLZ spezial “Baustoffe für den konstruktiven Holzbau” einer umfassenden Aktualisierung. Das als PDF-Datei kostenfrei verbreitete Nachschlagewerk ist seit Veröffentlichung im Oktober 2016 bereits über 9.000 mal heruntergeladen worden. Neben der ausführlichen Erläuterung aller baurechtlichen Grundlagen, der Anforderungen an die Baustoffe sowie deren nationaler Umsetzung stellen die Autoren Prof. Dr. Klausjürgen Becker und Akad. Direktor Borimir Radovic in ihrem 500-seitigen Nachschlagewerk Bauprodukte für den konstruktiven Holzbau aus Vollholz, Furnieren, Holzspänen, Holzfasern und Holzwolle sowie aus Gips von insgesamt mehr als 50 Herstellern hinsichtlich ihrer Verwendbarkeit und Zuordnung zu den bautechnischen Nachweisen dar.

15. Januar 2018

Fachtagung auf der Industrial Building in Essen_

Etwa 140 Architekten, Ingenieure und Holzbauer folgten am 12. Januar der Einladung des Zimmerer- und Holzbau-Verbands Nordrhein zu einer Fachtagung, die sich dem Gewerbebau widmete. Die Neuorientierung des Essener Messekonzepts hin zu mehreren Spezialmessen, von denen eine die “Industrial Building” darstellt, bot gute Gelegenheit in diesem Kontext auf den Holzbau zu blicken. Die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts bestätigen dies: Im vergangenen Jahr sind die Baugenehmigungen von Wohnungen um 7,3 Prozent gesunken und für Lager-, Fabrik- und Werkstattgebäude um 5,7 Prozent gestiegen.

Gemeinsam mit dem INFORMATIONSDIENST HOLZ, der Ingenieurkammer-Bau NRW und dem Bund Deutscher Baumeister NRW lud der Verband vier Referenten ein, die den Teilnehmern Anregung für die Arbeit und handfestes Wissen boten. Dr. Dirk Kruse (Dehne Kruse Brandschutzingenieure) stellte den aktuellen Stand der Industriebaurichtlinie und der neuen Landesbauordnung NRW dar und erklärte, wie man in der aktuellen Situation Brandschutzkonzepte aufstellt. Dietmar Riecks (Banz + Riecks Architekten) stellte mehrere energetisch überzeugende und mit Preisen bedachte Industriebauten in Holzbauweise vor.

Martin Vogelmann (Merz Kley Partner) aus Österreich berichtete über die mehrfach ausgezeichnete Gewerbehalle in Probstzella, bei der sie mit der Verwendung von Buchenfurnierschichtholz bautechnisches Neuland betreten und als Ergebnis ein ungewöhnlich filigranes Tragwerk geschaffen haben. Den Abschluss bildete ein Beitrag von Dominique Sghair (Knippers Helbig Ingenieure). Sie hatte die Projektleitung inne beim Bau der Zentrale der Firma Alnatura, ein bekanntes Unternehmen der Bio-Lebensmittel-Branche. Nach dem Hochregallager der Firma in Lorsch entstand auf einem ehemaligen Kasernengelände in Darmstadt als Auftakt für ein neuartiges Campusgelände ein dreigeschossiges Bürogebäude, das Holz-, Lehm- und Massivbau geschickt vereint.

13. Dezember 2017

Mitgliederversammlung in Garmisch_

Der Informationsverein Holz war Anfang Dezember mit seiner Jahreshauptversammlung wieder zu Gast beim Internationalen Holzbauforum in Garmisch-Partenkirchen. Mit Blick auf die Zugspitze wurde am Rande dieser Veranstaltung vor genau acht Jahren der Verein gegründet. Das Holzbauforum ist mit 1.700 Teilnehmern Deutschlands größter Holzbaukongress, der sich nebenbei zu einem wichtigen Branchentreff kurz vor Jahresschluss entwickelt hat.

Der Vorstand des Informationsvereins Holz gab in seinem Jahresbericht bekannt, dass das vor sechs Jahren aufgenommene Privatdarlehen zur Ersteigerung der Wortmarke INFORMATIONSDIENST HOLZ vollständig getilgt ist. Der Verein ist damit endgültig Eigentümer des Labels mit dem hohen Bekanntheitsgrad. Der erste Vorsitzende Xaver Haas betonte: “In Zeiten des Aufschwungs, der gerade jetzt mit der Erschließung neuer Aufgabenfelder und damit verstärktem Aufklärungsbedarf einhergeht, ist die Notwendigkeit einer übergreifenden Holzverwendungsförderung besonders wichtig.” Der Informationsverein Holz erfährt stetig steigenden Zuspruch. Zur Jahreswende zählt er 570 Mitglieder, überwiegend Architekten, Bauingenieure und Holzbaubetriebe.

Vor der Versammlung unterzeichneten der Informationsverein Holz und proHolz Bayern eine Kooperationsvereinbarung, die einer gemeinsamen Nutzung des INFORMATIONSDIENST HOLZ auf Landes- wie auf Bundesebene dient. Diese Abmachung bekräftigt die bereits praktizierte Zusammenarbeit. So unterstützt Bayern die Finanzierung der Fachberatung Holzbau. Aktuell wurde gemeinsam mit anderen Partnern die Veröffentlichung “Konstruktive Bauprodukte aus europäischen Laubhölzern” erarbeitet. Der Informationsverein Holz verfolgt auch 2018 die Gewinnung weiterer Partner, um ein bundesweites Netzwerk der Zusammenarbeit bei einer wirkungsvollen Holzverwendungsförderung zu bilden.

17. August 2017

Nagelplattenkonstruktionen nach Eurocode_

Nach längerer Zeit hat die GIN – Gütegemeinschaft Nagelplattenprodukte e.V. wieder eine Veröffentlichung des INFORMATIONSDIENST HOLZ herausgegeben. Die von einer Arbeitsgruppe des Technischen Ausschusses der GIN erarbeitete Broschüre ist dann auch nicht weniger als das Standardwerk zur Planung und statischen Bemessung von Nagelplattenkonstruktionen geworden.

Mit den Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelten Nagelplatten lassen sich durch ihre rationelle Vorfertigung mindestens gleich gute statische Eigenschaften erzielen wie bei einer traditionell gezimmerten Tragwerksausführung. Nagelplatten gelten als die einzigen Holzverbindungsmittel, die – an Knotenpunkten maschinell ins Holz eingepresst – Kräfte und Momente über­tragen können und bei denen der Stabquerschnitt nicht von der Dimensionierung des Anschlusses bestimmt wird.

Die 92-seitige Broschüre (holzbau handbuch Reihe 3, Teil 1, Folge 3) geht auf übliche Bauformen, Sonderkonstruktionen und deren statische Bemessung sowie die Bemessung und Ausführung der Aussteifungskonstruktion für das gesamte Dachtragwerk ein. Besondere Berücksichtigung erfährt der Eurocode 5, die weiteren in Bezug genommenen Eurocodes und Produktnormen sowie Anwendungsregeln in Deutschland. An einem Beispiel wird die Bemessung eines Binders sowie die Aussteifungskonstruktion für das Dach vorgeführt.

> Download Broschüre

3. März 2017

Ausschreibung geklebter Vollholzprodukte_

In der Reihe holzbau handbuch des INFORMATIONSDIENST HOLZ hat die Studiengemeinschaft Holzleimbau e.V. die neue Broschüre „Ausschreibung von geklebten Vollholzprodukten“ herausgegeben. Die Broschüre enthält Muster-Ausschreibungstexte, die sich in Struktur und Inhalt am Standardleistungsbuch orientieren, mit dessen Texten aber nicht identisch sind. Sie soll Planer und Verwender bei der Ausschreibung von Bauwerken und Bauteilen aus Brettschichtholz (BS-Holz) aus Nadelholz, Balkenschichtholz und Brettsperrholz unterstützen und die Zusammenarbeit des Ausschreibenden und des Ausführenden erleichtern.

Das 52-seitige Heft behandelt auch Verbundbauteile aus BS-Holz sowie geklebte Verstärkungen und Verbindungen. Diese Produkte und Verbindungen sind im INFORMATIONSDIENSTHOLZ „Herstellung und Eigenschaften von geklebten Vollholzprodukten“ eingehend beschrieben.

> Download Broschüre

5. Januar 2017

Plenum beschließt deutliche Änderung_

Der Informationsverein Holz hat seine diesjährige Mitgliederversammlung am 7. Dezember am Rande des Internationalen Holzbau-Forums in Garmisch abgehalten. Dies bescherte der Veranstaltung immerhin 40 Teilnehmer, vorwiegend Vertreter von Verbänden und Unternehmen – galt es schließlich auch wichtige Beschlüsse zu fassen. Neben den üblichen Vereinsregularien wurde den Besuchern ein Rückblick auf annähernd zwei Jahre Arbeit des INFORMATIONSDIENST HOLZ geboten, da das Jahr 2015 eigentlicher Anlass des Treffens war. Besonders signifikant, weil eindeutig messbar, ist das wachsende Interesse an den Angeboten der Einrichtung. So wurden im November 2016 ein Rekord von 12.110 Besuchern auf der Website und ein täglicher Download von 320 Broschüren registriert. Insgesamt sind 80 Veröffentlichungen kostenfrei verfügbar. Von dem Ausnahme-Titel „Holzrahmenbau“ wurden seit Erscheinen bisher 4.500 Exemplare gedruckt und verbreitet.

2016 verzeichnete die Fachberatung Holzbau 1.400 Anfragen (Zuwachs 5 Prozent), darunter 44 Prozent Architekten. Größten Aufklärungsbedarf bietet immer noch der bauliche Holzschutz, so dass zu diesem Thema eine Broschüre erarbeitet worden ist. Das Heft „Holzschutz – Bauliche Empfehlungen“ entwickelte sich zum meistgefragten aller Titel. Seit Erscheinen im Dezember 2015 wurden 5.700 PDF-Dateien heruntergeladen, täglich 16 Exemplare. Zusätzlich finanzierten mehrere Verbände den Druck von 8.000 Exemplaren.

Die Mitglieder des Informationsvereins Holz hatten in Garmisch auch eine schwierige Entscheidung zu treffen. Der Vorstand stellte seinen Entwurf zur Einführung einer gestaffelten Beitragsordnung zur Diskussion. Anstoß dafür erhielt er von der letztjährigen Mitgliederversammlung in Frankfurt: die Beiträge sollten sich stärker an den Mitgliedergruppen und deren betrieblicher Größe orientieren. Zu diesem Schritt zwingen nicht nur die allgemeine Teuerung, sondern vor allem die erfreulicherweise zunehmende Inanspruchnahme der Leistungen des INFORMATIONSDIENST HOLZ, die zu umfangreicheren Aufgaben mit einem deutlich höheren Kommunikationsaufwand führen. Eine Erhöhung der Beiträge macht den Informationsverein Holz handlungs­fähiger. Der Entschluss für die neue Beitragsordnung wurde genauso einstimmig gefällt wie für eine Änderung der Vereinssatzung.

> Download Protokoll Mitgliederversammlung

> Download neue Beitragsordnung